Billiger geht es nicht, trickreicher aber auch nicht
Mietautos bekommt man am Flughafen Malaga tatsächlich für „einen Appel und ein Ei“. Wir erahnen das Geschäftsmodell, begreifen es dann später „am Mietauto“ selbst.
Bei Übernahme weist die Dame im Büro darauf hin, dass man genau dokumentieren solle, wie man das Auto übernimmt, weigert sich aber, mit nach Draußen zu kommen, um Schäden, die noch nicht in den Papieren verzeichnet sind, neu aufzunehmen. Wir fotografieren und filmen bei schlechtem Licht alles, was uns zusätzlich auffällt.
Bei der Rückgabe zwei Wochen später kontrolliert der Verantwortliche dann äußerst gründlich und findet einen schlecht sichtbaren kleinen Lackschaden. Die sehr hohe Kaution wäre damit fällig. Aber ich habe Gott sei Dank auf einem meiner Filme den Beweis dafür, dass wir das Auto schon mit dieser Schramme übernommen haben.
Ein Trick, der es offenbar regelmäßig möglich macht, ein fieses Geschäftsmodell durchzuziehen.
Malaga zum Ersten
7. Dezember 2025
Mit Kiri und Peter dürfen wir nach Malaga im Mietauto mitfahren. Sie begeben sich nun auf Heimatreise nach Australien und wir nutzen die Möglichkeit, für die kommenden zwei Wochen ebenfalls ein Auto anzumieten, damit wir die Gegend um Almerimar leichter erkunden können.
Der Abschied von den Beiden fällt nicht leicht. Wir werden wahrscheinlich schon wieder unterwegs sein, wenn sie im März nach Almerimar zurückkehren.
In Malaga herrscht heftiger Betrieb. Die Spanier feiern an diesem Wochenende den „Tag der Verfassung“ und sind entsprechend zahlreich und heiter unterwegs.
Bei der Suche nach einem Parkplatz stoßen wir auf ein Parkhaus mit extrem beengten Bedingungen. Thomas jongliert den Wagen tatsächlich meisterhaft und schadenfrei nach mehreren Anläufen in eine finstere Parknische.
Der Bummel durch die nachmittäglichen und abendlichen Straßen von Malaga ruft alte schöne Erinnerungen wach. Thomas machte früher hier öfter Station, ich bin vor ca. 20 Jahren auch schon einmal mit ihm hier gewesen.
Die Straßenzüge sind bereits weihnachtlich geschmückt, das Licht stimmt feierlich. Wir stehen vor dem großen Theater Cervantes und lesen die Konzertankündigungen, die so vielversprechend sind, dass wir uns vornehmen, bei der Rückkehr eines dieser Konzerte zu besuchen. Vor dem Picasso Museum stehen die Leute dicht gedrängt in einer riesigen Schlange an. Keine Chance, noch vor Schließung dort hinein zu gelangen. Also kommt Picasso auch auf unsere Liste für den kommenden Malaga Aufenthalt. Jetzt aber sind Genießen und Schlendern dran und spät in der Nacht kehren wir über gut ausgebaute Autobahnen zurück nach Almerimar.
Herrliche Bergwanderung bei Dalias
8. Dezember 2025
Hinauf in die Bergwelt! Das wäre mit dem Fahrrad tatsächlich zu mühsam geworden, denn wir wollen oben ja auch noch wandern. So stellen wir unser Mietauto bei den letzten Gewächshäusern vor den Hängen ab und laufen los über Geröll und Steine, auf gut ausgetretenen und ausgespülten Pfaden. Überall duftet es verführerisch nach Kräutern und Pinien, wenn wir Blicke erhaschen, die atemberaubend schön sind, bleiben wir stehen und genießen die Aussicht. Oben angekommen sehen wir in der Ferne wieder die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada. Ich stelle mir vor, wie ruhig aber auch entbehrungsreich das Leben in diesen kargen Hochebenen sein muss. Vereinzelt sehen wir kleine Hütten oder Bauernhöfe, sonst ist alles still und menschenleer. Nach eine Wegbiegung fällt unser Blick auf zwei Imker bei der Arbeit. Idylle pur. Nun haben wir eine kleine Idee, wie es hier oben aussieht und kehren freudig zurück nach Dalias.
Frigiliana, weißes Juwel in romantischer Bergwelt
9. Dezember 2025
„Das schönste Dorf Andalusiens“, den Titel erhielt dieses Fleckchen Erde zu Recht bereits mehrmals verliehen. Weiß getünchte Häuser schmücken sich mit blühenden Sträuchern. Kleine Hotels passen sich in die erhaltene maurische Architektur unaufdringlich ein. Im Dezember herrscht hier Ruhe und Besinnlichkeit, auch wenn wir am 7. Dezember gemeinsam mit Kiri und Peter keinen Parkplatz fanden, was wohl anlässlich der Feierlichkeiten zum Jahrestag der Verabschiedung der Landesverfassung kein Wunder war. Für uns war klar, dass wir noch einmal nach Frigiliana fahren wollten, denn die zauberhafte Lage in den Bergen ist so einladend und verspricht uns bei herrlichstem Wetter wieder einen erfüllenden Wandertag.
Wir wählen einen gut beschriebenen Rundweg über schmale Pfade und genießen erneut die herrlichen Ausblicke und betörenden Kräuterdüfte. Hinzu kommt, dass wir nahezu allein unterwegs sind. Abenteuerlich gestaltet sich das Wandern durch einen Flusslauf, der zu großen Teilen trocken ist. Durch die enge Schlucht mit farbenprächtigen Sandsteinwänden windet sich der Wanderpfad über schillernde Steine, gewagte Treppen und faszinierende Steingebilde. Dann, kurz vor Ende dieser Reiseetappe geschieht das Unerwartete. Der Fluss füllt sich zunächst mit einem Rinnsal, dann schwillt ein Bächlein an und zum Schluss haben wir Mühe, rechtzeitig den rettenden Hang hinauf zu klimmen. Hat hier jemand „den Schalter umgelegt“? Wir vermuten, dass tagsüber das Wasser nach oben ins Dorf gepumpt wurde, hören auch das Pumpengeräusch vom Morgen nicht mehr. Hätte uns der frei gelassene Fluss in der Klamm erwischt, wären wohl einige gewagte Klettermanöver nötig geworden….
So aber gelangen wir schnaufend auf dem sonnenverwöhnten Hauptplatz trockenen Fußes an und verabschieden uns vom Weihnachtsbaum und Frigiliana glücklich und zufrieden.
Almeria: „Spiegel des Meeres“ oder „Ungeschliffenes Juwel“
11. Dezember 2025
In einer weiten Bucht liegt Almeria mit weißen Sandstränden und von der Sonne verwöhnt. Heute leben in der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz ca. 200.000 Einwohner.
Im Mittelalter wurde sie von nordafrikanischen Herrschern zu einer der wichtigsten Hafenstädte am Mittelmeer ausgebaut und zum Erblühen gebracht. Aus dieser Zeit stammt auch der arabische Name, der übersetzt „Spiegel des Meeres“ heißt. Das Altstadtbild erinnert noch heute an nordafrikanische Städte: Enge Gassen, alte weiße Häuser, blühende Gärten und Palmenalleen.
Schon seit der Spätjungsteinzeit lebten nachweislich Menschen an diesem Ort und im Verlauf der wechselvollen Geschichte war Almeria immer eine gut geschützte Hafenstadt und ein Handelszentrum, nicht selten von Naturkatastrophen und Kriegen heimgesucht, nicht selten ein Ort des langen, zähen Widerstandes gegen feindliche Übernahme. Kriege führten mehrfach zu großen Zerstörungen. Im spanischen Bürgerkrieg spielte die Stadt eine besondere Rolle.
Heute vergleicht man Almeria mit einem „ungeschliffenen Juwel“, der Tourismus entwickelt sich zunehmend, man lebt auch hier vom Gemüseanbau im großen Stil. Fähren bringen Reisende nach Afrika oder an andere Orte Spaniens. Der Flughafen ist nicht weit und arbeitet von Frühjahr bis Herbst auf Hochtouren.
Wir nehmen uns viel Zeit, um die Alcazaba zu erkunden. Erstaunlich, welche große Fläche diese einnahm, interessant sind auch die Ausgrabungsbereiche, die Aufschluss über die Lebensbedingungen und Gewohnheiten früherer Bewohner geben. Später schlendern wir weiter unten durch die Stadt und lassen diesen besonderen Hafenort auf uns wirken.
Cartagena, Altstadt auf fünf Hügeln
Auf dem Hügel „Cerro de la Conception“ stehend haben wir einen sehr guten Überblick. Wir sehen uns von vier Hügeln umgeben mit herrlichem Panoramablick auf die Stierkampfarena, den von der Natur geschaffenen gut schützenden Hafen, und das Meer, die Altstadt, Teile der historischen Stadtmauer, das Seefahrtmuseum, das Meereskundemuseum, das alte Hospital, viele Kirchengebäude, das Auditorium El Batel, moderne Universitätsgebäude aber auch die bewaldeten Hügel der Nachbarschaft.
Ein Kreuzfahrtschiff hat gerade nicht angelegt. Aber wir haben vorhin in der Tiefgarage unterhalb des Paseo Maritimo „festgemacht“, sind sofort in der Marina „gelandet“, wo wir friedlich liegend auch uns bereits bekannte Boote liegen sahen.
Dann kam zur großen Überraschung eine Entdeckung, mit der wir nicht im Geringsten gerechnet hätten: Hier also findet man die „Wiege des berühmten 43-er Orangenlikörs“! Ja, ist denn das zu fassen? Überall hatten wir nach Barraquito gefragt und nun erfahren wir in dem supermodernen Würfelgebäude am Hafen, dass dieses Getränk Cafe Asiatico heißt und keinesfalls eine Erfindung der Kanarischen Inseln sei, sondern in Cartagena ersonnen und entwickelt wurde. Na, da musste Kosten am Originalort schon sein! Kichernd genossen wir im feinen Ambiente des Restaurants das Mixgetränk aus süßer Kaffeesahne, Orangenlikör (43-er !!!), Espresso, Milchschaum und Zimt. Super lecker!
So gestärkt gelang der Fußweg hier hinauf zur alten Festung mühelos. Innen befindet sich das historische Museum, welches uns die Möglichkeit bietet, auch mit Hilfe eines Audioguides einen groben Überblick zur mehr als 3000 jährigen Geschichte der Stadt zu erhalten. Ein natürlicher Hafen mit idealen Bedingungen für Handel und gleichzeitig Schutz der Reichtümer durch eine starke Befestigung waren schon ewig Grund zur Besiedlung. Silber- und Erzminen der nahen Umgebung verhalfen der Region zu Reichtum. Iberer, Phönizier und Römer prägten die antike Geschichte der Stadt.
Aufgrund der strategisch günstigen Lage wurde die Region oft auch Austragungsort militärischer Angriffe und ist bis heute einer der wichtigsten Marinestützpunkte Spaniens im Mittelmeer.
Das Bild der Innenstadt ist momentan von vielen bezaubernden mondänen Fassaden der Architektur des beginnenden 20. Jahrhunderts geprägt. Später werden wir sehen, dass so manche Fassade stark gestützt durch Stahlkonstruktionen erhalten und modern hinterbebaut wird.
Unser Fußweg geht hinab zum alten römischen Theater, vorbei an bezaubernden Pfauenwesen und hinein in die mondäne Altstadt.
Freude im Advent
Für unseren Aufenthalt haben wir sehr bewusst ein Adventswochenende gewählt, denn es war uns ziemlich klar, dass Cartagena zu dieser Zeit nachts besonders zum Leuchten gebracht werden wird und tagsüber mit geschmückten Fassaden wunderbare Weihnachtsstimmung ausstrahlen würde.
Deshalb sind wir wenig überrascht, aber dankbar und froh, dass bei Einbruch der Dunkelheit alles glitzert und funkelt. Riesige Figuren der „Drei Könige“ erstrahlen am Hafen, das ehrwürdige Rathaus leuchtet prächtig. Wir können uns gar nicht satt sehen!
Unsere Unterkunft haben wir außerhalb der Altstadt gefunden und wohnen quasi auf einem Bauernhof, zu dem wir abenteuerlich auf schmalen Wegen gelangen. Frühstück gibt es dann wieder unter Einheimischen auf dem Platz vor dem örtlichen Kunstausstellungsmuseum. Ja, man kann tatsächlich noch im Freien sitzen.
Kulturdefizit
Auf Reisen gehen bedeutet auch, sich selbst besser kennen zu lernen. Wir haben Sehnsucht. Sehnsucht nach Kultur. Schön, dass wir diesem leicht schmerzenden Gefühl in Cartagena etwas Linderndes entgegen setzen können. Zuerst geht es ins Museum, wo vorwiegend Werke regionaler Künstler ausgestellt werden. Dann entdecken wir einen wunderbaren Ort der Kaffeekultur. Ins Cofe’Lab werden wir mehrmals einkehren. Sogar das Interieure passt bis auf das kleinste Detail zum Thema Kaffee.
Und am Abend wartet ein ganz besonderes Konzert auf uns. Aber zuvor statten wir noch dem alternativen Weihnachtsmarkt einen Besuch ab und bestaunen einen riesigen „Weihnachtsberg“ (wie die Erzgebirgler sagen würden), der die Weihnachtsgeschichte und die Kindheit Jesu Christi in einzelnen Abschnitten darstellt. Bezaubernd, wie detailreich und echt die Figuren gestaltet und angeordnet wurden. Überraschend, dass die Landschaft, in der die „Geschichte“ spielt, die Gegend um Cartagena zum Vorbild hat. Welch schönes Symbol!
Georg Friedrich Händel in Spanien
Dass der Hallenser Händel seinen „Messias“ in England komponierte ist allseits bekannt. Dass auch in diesem Kunstwerk das Leben Jesu Christi in Oratorienform nachgezeichnet wird, finden wir wunderschön passend. Auch wenn die Uraufführung des Werkes in der Karwoche stattfand, hat sich das Musizieren der bekannten Chöre und Arien zur Weihnachtszeit doch europaweit als Tradition eingestellt. Nun begegnen wir unserem Landsmann in Spanien und Ausschnitte seines „Messias“ erklingen als europäische Juwele eingebettet in die Weihnachtszeit, musiziert vom städtischen Sinfonieorchester und einem riesigen Chor Einheimischer im Rahmen der Konzertreihe der Philharmonie. Zuvor findet in der Basilika Santa Maria ein katholischer Gottesdienst statt. Wir schleichen uns sachte durch die weit geöffneten Türen in dieses riesige Kirchengebäude. Jeder Platz ist besetzt. Die feierliche Stimmung überträgt sich auf uns. Dann wenig Publikumswechsel, wir ergattern einen Sitzplatz in der letzten Reihe. Und ja: Diese Veranstaltung steht allen offen. Es wird kein „Eintritt“ erhoben. Cartagena feiert die Ankunft des „Messias“ mit Gottesdienst und Sinfoniekonzert. Zuvor aber gibt es eine lange Ansprache des noch jungen Bürgermeisters. Wir verstehen den Inhalt seiner Rede leider kaum, spüren aber am andächtigen Lauschen der zahlreichen Zuhörerschar, dass Bewegendes geäußert wird.
Der Chor ist riesig und stellt wohl eine Mischung aus Profis und Laien dar. Es erklingen 9 Chöre und zwei Instrumentalteile aus dem Oratorium. Wir sind bewegt und begeistert. Die Lauschenden hören ergriffen zu. Zu unserem Erstaunen wird der berühmte „Halleluja“ – Chor nach tosendem Applaus zum Schluss als Zugabe wiederholt. Und dann erklingt „Stille Nacht“ auf spanisch. Wir können nur mitsummen, aber die Weihnachtszeit ergreift uns inmitten dieser singenden Menschen tief. So fühlen wir uns geborgen und „zu Hause“ in der Fremde.
Zurück nach Almerimar
14. Dezember 2025
Auf dem Rückweg statten wir bei strömendem Regen dem Bergdorf Mojácar einen Besuch ab und fahren zum wellengepeitschten Cabo de Gata-Nijar mit seinem Aussichtspunkt Las Sirenas.
Malaga zum Zweiten: In die Stadt des „ewigen Frühlings“ zur Vorweihnachtszeit
18. Dezember 2025
Wie geplant kehren wir nach Malaga zurück, um den Mietwagen abzugeben. Eine Karte für das umfangreiche Picasso-Museum haben wir online gebucht, ebenso die Ferienwohnung nahe des Theaters. Das Konzert am Abend war restlos ausverkauft, aber wir geben die Hoffnung noch nicht auf, man kann ja auch vor Ort nochmal nachfragen.
Picasso wurde in Malaga geboren. Die Stadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, in einer riesigen und umfassenden Ausstellung an sein Werk zu erinnern. Manche seiner bekanntesten Bilder, Skulpturen, Zeichnungen, Keramiken sind hier ausgestellt. Sein Schaffen wird chronologisch geordnet präsentiert. In der Eingangshalle finden wir eine sehr gute Übersicht zu den verschiedenen Phasen seiner künstlerischen Entwicklung. Komplettiert wird die Ausstellung durch „Querverweise“ auf verwandte Kunstwerke. Man könnte hier Tage verbringen! Aber auch an diesem Ort wird man der sehr zahlreichen Besucherschar nur Herr, wenn es verschiedene „Slots“ gibt, um den Besucherfluss zu regulieren. Wir starten am späten Vormittag und lassen uns viel, viel Zeit.
Hinauf auf die Festung
Ich erinnere mich noch sehr gut an den Besuch der alten Alcazaba und der Festung von vor über 20 Jahren. Seitdem hat sich hier wirklich viel getan. Aus dem „Mauerblümchen“ mit düsteren Steinen wurde eine von Blüten umrankte und Früchte tragende Schönheit! Zwar muss nun Eintritt bezahlt werden, dafür erleben wir einen gut mit Audioguide unterstützten Rundgang über Treppen, Mauern, durch Gärten, an Wasserspielen vorbei und mit bezaubernden Blicken hinauf zu weiteren Bauten und hinunter zu Hafen und Stadt. Unten beim alten römischen Theater verweilen wir kurz im Sonnenschein, dann schlendern wir wieder durch Straßen und Gassen.
Freude über Freude!
Es gibt wieder ein paar Karten im Teatro Cervantes für den Abend! Wir ergattern zwei vordere Sitzplätze und freuen uns sehr. In diesem Sinfoniekonzert wird der „Messias“ aufgeführt, aber nicht nur in kleineren Auszügen, sondern auch mit allen vollständigen Teilen. Das verspricht sehr interessant zu werden!
Rückwärts einparken!
Einchecken in eine Ferienwohnung in Malaga kann auch interessant sein. Das Manöver gleicht irgendwie wieder einer Schatzsuche oder einem Computerspiel. Per Handy erfahren wir einen Code, der an der Eingangstür des Hauses einzugeben ist, nachdem man sich telefonisch identifiziert hat, dann einige Etagen hinauf, neuer Code und das Schloss wird elektrisch entriegelt. Innen liegen dann diverse Schlüssel, um die Tiefgarage und später die Eingangstür wieder öffnen zu können. Treppen hinunter und für Thomas das Parkhaus öffnen….
In der Beschreibung für das Einparken wird explizit auf die Enge hingewiesen, aber nicht erwähnt, dass man rückwärts in die Garage hineinfahren muss. Das wird uns am Folgemorgen große Probleme bereiten. Nur mit Hilfe zweier geduldiger Hausbewohner und ca. dreißigminütiger Rangierversuche gelangen wir wieder aus der Tiefgarage heraus. Spannend! So hatten wir uns das nicht vorgestellt!
Weltklasse in Andalusien
Gespannt warten wir vor dem Teatro de Cervantes auf den Einlass. Mehr und mehr füllt sich der weihnachtlich beleuchtete Platz. Feierlich öffnen sich die Türen und noch feierlicher erstrahlt der prunkvolle Theatersaal. Schon der Anblick der vielen Ränge und bequemen Sitzplätze öffnet unsere Herzen. An der Decke erstrahlt ein Gemälde zur Feier der schönen Künste, eine Allegorie auf die Stadt Malaga. Die Bühne, hell erleuchtet, bietet viel Raum für Orchester und Solisten. Dies ist zweifellos ein „großes Haus“, 1870 eröffnet, 1987 nach aufwändiger Restaurierung neu eröffnet.
Wir sitzen ganz vorn, als das Orchester zum Stimmen Platz nimmt. Was uns nun erwarten wird, hätten wir uns so nicht vorstellen können. Als Konzertgänger weiß man, dass es wenige Veranstaltungen gibt, die in der Erinnerung als „Sternstunden“ im Gedächtnis haften bleiben werden. Als vormals aktive Chorsängerin weiß ich, dass es selten gelingt, alles „abzurufen“, um es live in Höchstform „abzuliefern“. Vielleicht liegt es daran, dass wir besonders lange nicht mehr in ein Profikonzert gehen konnten, aber das glauben wir nicht. Höchstwahrscheinlich erleben wir den „Messias“ im Teatro Cervantes in Malaga in einer Aufführung, die nur von großen Künstlern in dieser Meisterschaft und Tiefe vorgetragen werden kann.
Am Pult steht José Maria Moreno, ein Spezialist für Chorsinfonik und Oper. Dieser sympathische, spürbar von Publikum und Musizierenden respektierte „Zauberer“ bringt alle zum Strahlen und die Zuhörenden zum Staunen. Er gilt als einer der leidenschaftlichsten, charismatischsten, energiegeladensten und vielseitigsten spanischen Dirigenten seiner Generation. Am heutigen Abend erleben wir ihn genau so.
Überwältigt werde ich von der Sopranistin Jone Martinez, die ihre Prachtarien so durchgeistigt und in allen Lagen scheinbar mühelos vorzutragen vermag, dass alle ergriffen lauschen. Jede Verzierung macht Sinn und besonders die im Piano gestalteten Höhen gelingen ihr unvergleichlich schön. Während die Mezzosopranistin Gemma Coma-Alabert mit ihrem dunklen Timbre betört, strahlt der Tenor Juan Sancho metallische Schönheit aus und im Bariton überzeugt mit weicher Tiefe Ferran Albrich. Allen gemein ist, dass sie die Musik durchdrungen haben. Gesungen wird Englisch, oben läuft der Text auf Spanisch mit.
Der Chor „Cármina Nova“ beherrscht alle seine Parts ebenfalls meisterhaft. Das Orchester jubelt, ebenso wie der Chor in Ausgewogenheit und meisterhafter Virtuosität auf höchstem Niveau. Eine Sternstunde, keine Frage!
Aber das folgende Ereignis übertrifft emotional noch einmal das zuvor Gehörte. Nach tosendem Applaus und Zugabewünschen fordert der Dirigent das Auditorium auf, beim Anfang des Hallelujah-Chores mitzusingen. Dann noch frenetischerer Applaus und die Aufforderung des Dirigenten, nun mit „Stille Nacht“ das Konzert zu beenden. Aha, das kennen wir ja schon aus Cartagena. Wir verstehen seine Worte leider nicht, aber der spanische Text wird oben eingeblendet. Die Solisten beginnen im einfachen vierstimmigen Satz den Reigen mit der ersten Strophe. Plötzlich dreht sich der Dirigent zum Publikum und intoniert solistisch die zweite Strophe allein. Mit wunderschöner Stimme! Danach jubelt das gesamte Opernhaus beim gemeinsamen Gesang der dritten Strophe. Fantastisch! Einmalig! Es wird uns im Gedächtnis bleiben.
Historischer Friedhof gegenüber
19. Dezember 2025
Wir nehmen Abschied von Mietauto und Malaga, aber nicht ohne einen Spaziergang über den historischen Friedhof, der gegenüber unserer Ferienwohnung liegt. In meiner Vorstellung zu spanischen Romanen von Zafón tauchten häufiger Bilder auf, die diesen „echten“ Friedhofsbildern gleichen. Orangenbäume säumen die Wege, Engel schützen die überkuppelten, prächtigen Grabstätten. Vor dem historischen Bau ein Baum, dicht behängt mit Wunschzetteln. „Friede auf Erden“ wird wohl auch zu lesen sein...
Jetzt geht es „rund“
4. Februar, kurz nach Sieben. Draußen schüttet es wie aus Eimern, wir „waten“ durch die Wassermassen zur Bushaltestelle und hoffen, dass der Linienbus bei den gerade herrschenden Hochwasserbedingungen rechtzeitig kommt, um uns zum Anschlussbus nach Malaga in El Ejido zu bringen. Wir wollen anlässlich eines runden Geburtstages eine längere Tour nach Cordoba unternehmen…
Die Anreise gestaltet sich äußerst schwierig, aber wir gelangen auf Umwegen rechtzeitig zum Fernbuseinstieg nach El Ejido, reisen mit bangen Blicken auf das überschwemmte und sturmgepeitschte Land nach Malaga und mieten wieder auf abenteuerliche Weise unser Gefährt für die kommenden Tage.
Ehemalige Kalifenstadt mit Wasser bis zum Hals
Stadt der Superlative
Synonyme gibt es gleich ein Dutzend zur Stadt Cordoba. Man nennt sie die „Perle des maurischen Spaniens“ oder auch „Konstantinopel des Westens“, die „andalusische Kulturmetropole“ oder auch die „größte Stadt der Welt mit vermutlich einer Million Einwohnern zu Zeiten des Mittelalters“. (Das ist mittlerweile sehr umstritten.) Cordoba beherbergt die „größte Moschee der Welt“ und zugleich den „größten Tempel der Welt“. Hier lebten über längere Zeitabschnitte hinweg drei Kulturen friedlich zusammen (Juden, Muslime, Christen). Cordoba ist die einzige Stadt weltweit, die über gleich vier Weltkulturerbestätten verfügt: Die Mesquita-Kathedrale, die Historische Altstadt, die Patios von Cordoba, die Medina Azahara. Das Casco Viejo, das historische Altstadtviertel einschließlich der Juderia gilt flächenmäßig als der größte Altstadtkern Spaniens. Das jährlich stattfindende Gitarrenfestival gehört zu den bedeutendsten Veranstaltungen seiner Art auf der Welt. Cordoba ist weltberühmt für seine Lederverarbeitung und seine Silberschmieden. In Cordoba steigen die Temperaturen im Sommer häufig auf über 40 Grad Celsius und rund um Cordoba soll es die größten Olivenanbaugebiete Spaniens und der Welt geben. Cordoba beherbergt das einzige Museum in Spanien, das sich mit der Beziehung des Menschen zu Pflanzen beschäftigt. Die Stadt ist der Geburtsort des berühmten römischen Philosophen Seneca. Zumindest der Volksmund behauptet, dass aus Cordoba die schönsten Frauen Spaniens kommen. Das liest sich doch vielversprechend! Und es scheint ein angemessener Ort, um in ein neues Lebensjahrzehnt zu starten.
Heiße mit jedem Sonnenaufgang den neuen Tag willkommen, als wäre es der beste von allen und mach ihn dir ganz zu eigen. (Seneca, Sohn der Stadt Cordoba)
Nach diesem Motto gestalten wir unsere Tage in Cordoba, auch wenn die Sonnenstunden eher rar sind, besonders in den ersten Tagen nach Ankunft. Oft helfen nur Regenjacke und Regenhose. Ein Schirm würde wohl davon fliegen oder kaputt gehen. Unsere kuschelige Ferienwohnung mitten im Kulturerbeviertel mit den Patios, die im Sommer liebevoll blumenreich ausgeschmückt sind, hilft uns, immer wieder ins Trockene und Warme flüchten zu können und unsere durchweichten Schuhe mit dem Föhn zu trocknen. Die Bilder der Nachrichten zur Region wirken bedrohlich: Überall Überschwemmungen und Evakuierungen an den Flussufern. Die öffentlichen Parkanlagen sind für den Fußgängerverkehr geschlossen und abgesperrt, bestimmte Bereiche der Stadt dürfen nicht betreten werden. Der Fluss Guadalquivir strömt sonst in großem Bogen und mit zum Teil verzweigten Nebenarmen mitten durch die Stadt. Jetzt sehen wir ein einziges Meer zwischen den Stadtteilen. Die starke Strömung reißt Schlammmassen und Geäst mit sich und ist lehmbraun gefärbt. Der altehrwürdigen Römischen Brücke steht das Wasser bis zum Kinn. Ein Wunder, dass wir hier noch drüber laufen dürfen. Ganz wohl ist mir dabei nicht. Später gibt es die Sperrung der Brücke. Zum Glück hält das monumentale Bauwerk stand, eher ein Wunder als die Regel, denn die Einheimischen verraten uns, dass es so etwas hier noch nie in diesem Ausmaß gegeben hat.
Wald aus Säulen
Zwei Tage lang widmen wir uns ganz der Mesquita. Dieses Meisterwerk der Baukunst, der Geschichte und Religion durchstreifen wir ausgiebig, zuerst „live“, dann im Museum. So nähren und stillen wir unsere Neugier durch immer wieder neue Perspektiven und erfahren sinnlich die Bedeutung dieses Ortes. Ab dem 8. Jahrhundert wurde das weltweit einzigartige Gebäude als große Moschee gebaut, nach der Reconquista im 13. Jahrhundert in eine Kathedrale umgewandelt. Berühmt ist sie u.a. für ihren „Wald aus über 850 Säulen und den beeindruckenden Hufeisenbögen.“ Die Kathedralmoschee ist ein Zeugnis der wechselvollen Geschichte Andalusiens, in der sich maurische Kunst und christliche Architektur zu einem Gesamtkunstwerk vereinen.
Mit Hilfe eines Audioguides versuchen wir, die angepriesenen Sehenswürdigkeiten zu finden. Es gibt mehrere Auswahlmöglichkeiten und unterschiedlich lange Führungen, wir verirren uns ständig beim Suchen und Orientieren und entdecken immer wieder Neues. Ich stelle mir vor, wie sich im Mittelalter unter den rot-weiß gestreiften Bögen, die auf Säulen aus Marmor, Jaspis und Granit ruhen, tausende Betende regelmäßig einfanden. Was für ein Leben muss das gewesen sein? Wie herrlich und majestätisch strahlte die reich verzierte Gebetsnische schon damals? Wie hat es sich wohl angefühlt, durch die prunkvollen Türen zu schreiten? Welche Klänge und Gerüche gab es? Wie brachial drang dann im 16. Jahrhundert das gotische Kathedralschiff direkt in die Mitte der Säulenhalle ein? Fand man diese Erweiterung gut? Wo hielt man sich als Christ später besonders gern auf? In der Nähe des großen, hellen Altars, des Chorraumes, der Orgel? Welche der vielen Seitenkapellen suchte man auf? Angesichts der Größe und auch Düsternis in vielen Gängen kommt in mir wenig Feierlichkeit auf, die Gotik und Renaissance strahlen dann aber doch mehr Wärme und Licht aus. Sicherlich wurde in und an dem Gebäude ständig gebaut. Auch heute dringt Baulärm in alle Ecken, gibt es Gerüste für Restaurierungsarbeiten und ein riesiger Staubsauger lärmt belästigend. Hinter dem Altar huschen ein paar Menschen in die Reliquienkapellen. Wenn man genau hinschaut, sind hier Säulen geschickt überbaut. Wenn man genau hinschaut, beschäftigen sich diese Menschen von eben mit ihren Heiligtümern.
Bittere, duftende Schönheiten
Draußen im Orangengarten toben Sturm und Regen. Wir dürfen ihn nicht betreten. Auch das Besteigen des Turmes ist heute nicht erlaubt. Sinnlich ist trotz des miesen Wetters aber dennoch der Duft der vielen Orangenbäume, die die Straßen schmücken und säumen. Essen sollte man die Früchte nicht, es sind Bitterorangen, diese könnte man nur bei der Herstellung von Marmelade verarbeiten. Die Stadt Cordoba hat riesige Container aufgestellt, um die heruntergefallenen Schönen sammeln und entsorgen zu können. An eine Verarbeitung ist nicht zu denken, zu kostspielig.
In der Kulturerbe Altstadt
Wir streifen durch die engen Gassen der Altstadt, erhaschen selten schöne Eindrücke und Momente. In Ausstellungen nehmen wir die Kunstwerke der Region auf: Bilder, Literatur.
Draußen vor der Stadt eine ganz besondere Medina
Ausgestellt werden einzigartige archäologische Funde im Museum der Medina Azahara vor den Toren der heutigen Stadt. Unglaublich, welche Größe diese „Außenstadt“ zu Zeiten der maurischen Herrschaft hatte. Man kann sich nur in Ansätzen vorstellen, wie sie als Zentrum der Macht funktionierte und organisiert war. Aber mit Hilfe von Filmausschnitten und sehr guten Übersichten gelingt es dann doch, sich dem Thema zu nähern.
Wie sollte man sich das Leben in der Medina Azahara vorstellen? 936 n. Chr. gegründet war sie geprägt von absolutem Luxus, hoher Kultur und strenger Hierarchie. Die „strahlende Stadt“ und Kalifenresidenz fungierte als politisches Machtzentrum mit Palästen, Gärten und Bädern. Tausende Beamte, Soldaten, Handwerker und Dienstboten lebten hier. Sie war auf drei Terrassen am Hang errichtet, wobei die oberen Ebenen dem Kalifen vorbehalten waren. Die Bewohner genossen für die damalige Zeit einen sehr hohen Lebensstandard, der arabische Gelehrsamkeit, Kunst und Handwerk umfasste. Eine nur sehr kurze Blütezeit von 70 bis 80 Jahren wurde aufgrund interner Machtkämpfe durch Plünderung und Zerstörung beendet.
Das Museumsgebäude hatte wohl noch eine viel kürzere Blütezeit bereits längst überschritten. Nun zerstört es der Dauerregen, der durch Decken dringt und an Wänden hinabrinnt. Das moderne Gebäude aus Beton und Stahl weist deutliche Baumängel auf. Es ist ein Jammer! Exponate werden notdürftig mit Planen abgedeckt, überall fängt man das durch die Decke tropfende Wasser mit Behältern auf. Ihr könnt es euch sicherlich denken: Wir dürfen natürlich auch hier wegen des Wetters das Außengelände nicht betreten. So fahren wir kurz entschlossen hinauf in die Berge, um wenigstens einen Blick durch den Zaun zu erhaschen und sehen die Ruinen der einst so blühenden Medina. Am Rande entdecken wir dann dankbar Zeichen des beginnenden Frühlings und fangen diese ein.
Ein Hotel als Museum, ein Museum als Hotel?
Es ist schön, zum Geburtstag reich beschenkt zu werden. Es ist noch schöner, wenn der Zufall mit einem besonderen Geschenk überrascht. Ganz besonders schön wird es dann, wenn man die Freude darüber teilen kann. Wir ziehen planmäßig um. Thomas hat zur Feier des Tages eine sehr spezielle Unterkunft herausgesucht: das Palacio del Bailio.
So reisen wir zurück in die Zeit des alten Roms. Das „Designhotel“, in dem wir feiern werden, ist im Stile einer römischen Villa liebevoll und detailreich wieder aufgebaut und restauriert worden. Im Keller befindet sich ein „römisches Bad“ mit den drei üblichen Becken. Es gibt tatsächlich bei Ausgrabungen gefundene Grundmauern und Fliesen einer alten römischen Villa, die man durch eine dicke Glasscheibe hindurch im Speisesaal betrachten kann. Grandios ist auch der wunderschöne Patio und die sehr geschmackvolle Ausgestaltung des Gebäudes.
Wir hatten es schon geahnt: Ausgestattet mit unserem Seglergepäck, Rucksack und Einkaufstasche, betreten wir das ehrwürdige Gebäude. Unser Outfit passt nun wirklich nicht zum Ambiente, wir müssen uns ein Schmunzeln verkneifen, die Hotelmitarbeiter tun dies auch. Zu Zeiten des Hochwassers scheinen hier im Hause sowohl Nachsicht als auch Verwirrung und Mitleid Einzug gehalten zu haben. Wir wirken wahrscheinlich wie „Gestrandete“ und ergeben uns unserem Schicksal. Das Einchecken zieht sich erstaunlich in die Länge. Man sagt, das gebuchte Zimmer sei noch nicht fertig. Den Grund dafür werden wir nie erfahren, aber wir bekommen ein Upgrade, das uns die Sprache verschlägt: Eine Luxussuite namens „Cervantes“. Hui, man führt uns in einen ovalen Raum, an den Wänden Tapeten im Stile alter Rötel Radierungen, die Szenen aus der legendären Geschichte Don Quichotes darstellen, überall Fresken und Verzierungen, palastartige Details. Was für ein unglaublich schöner Zufall! Da kann man sich gern glücklich seinem Schicksal ergeben.
Noch einmal Malaga und dann zurück
10. Februar 2026
Es geht zurück aufs Boot, aber nicht, ohne Malaga noch einen letzten Zwischenstoppbesuch abgestattet zu haben. Beim Wetter hat irgendwer den „Schalter umgelegt“. Der Frühling bricht sich Bahn und wir sind auf einmal viel zu warm angezogen. In Malaga lässt es sich leben, eine international aufgestellte Metropole. Die ersten Touristen strömen schon wieder herbei. Am Strand tummeln sich die Sonnenhungrigen und Frühbader. Unsere Zeit im andalusischen Mittelmeer neigt sich spürbar dem Ende zu. Von nun an werden wir auf einen günstigen Zeitpunkt zum Lossegeln in Almerimar warten.