3 Wochen, 600 Seemeilen, 5 Länder

Es geht sonnig und geruhsam los
Endlich starten wir den Motor, um die erste Brückenöffnung in
Wolgast zu nutzen und nehmen am strahlenden Sonnenmorgen Abschied
von Krummin. Lange Zeit haben wir uns auf das kommende
Langfahrtenjahr vorbereitet, haben Frodo vor vier Jahren auf La
Palma gekauft, über Madeira und Lissabon nach Krummin geholt und im
Ostseerevier kennen gelernt. Der Naturhafen war uns mehrere Jahre
lang ein guter und schöner Heimathafen, jetzt heißt es aber: Leinen
los! Durch die Peene geht es, dann über den Greifswalder Bodden, den
Strelasund entlang, an Stralsund vorbei bis Barhöft, wo wir die
erste Nacht vor Anker verbringen. Am Folgetag gelangen wir entspannt
und mit gutmütigem Wind nach Gedser/ Dänemark.

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Seekrankheit und Bilgenalarm
Herausfordernd wird die anschließende Tour nach Großenbrode/
Deutschland, die uns sowohl Seekrankheit als auch die erste Havarie
beschert: die Bilge voller Süßwasser! Die Druckwasserpumpe
angeschaltet, der Alarm nicht aktiviert, erst ein Motoralarm
schreckt uns auf. Bei dem Gerappel hart gegenan hatte sich ein
Schlauch des Wassersystems gelöst. Mühsam quälen wir uns mit vollen
Segeln und Motor bis zum Ankerplatz und sind total erschöpft.
50cm Höhenunterschied – es geht hinein in den NOK
Thomas gelingt die Reparatur und nach einem Ruhetag passieren wir
die Fehmarnbrücke, segeln sportlich nach Kiel und gehen nach der
ersten Schleusung unseres Lebens und einigen Motorstunden im super
freundlichen Yachtclubhaven Büdelsdorf ins Zweierpäckchen.

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Hochzeitstag und Kunst
06.07.2025 Wir feiern unseren 35. Hochzeitstag auf besondere Weise:
Ein riesen Highlight: Der Besuch der Kunstausstellung NordArt ist
Inspiration und Genuss. Damit macht uns Rendsburg ein großartiges
Geschenk zum Hochzeitstag.




Im Gezeitenrevier
07.07. – 10.07.2025 Wir sind ganz aufgeregt, denn wir fahren nach
dem NOK in die Elbmündung, (das Boot Frodo/Dessau in der Elbe) mit
den für uns neuen Herausforderungen der Strömung und der Gezeiten.
In Cuxhaven kommen wir gut in der Marina unter, statten dem Trans
Ocean Büro einen lieben und für uns hilfreichen Besuch ab,
aktualisieren unsere Seekarten, erkunden Stadt und Strände und
lernen andere Segler kennen.

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Aufbruch in Nacht: Zu FRODOs Geburtsstätte
Bei Vollmond starten wir nachts gegen 3.00 Uhr den neuen
Segelabschnitt, vorbei an der Kugelbake und Fischerbooten, die ohne
AIS unterwegs sind, erleben einen herrlichen Sonnenaufgang und
segeln zum Geburtsort unseres Bootes, nach Norderney, wo wir direkt
mit Blick auf die ehemalige Werfthalle von Dübbel und Jesse ins
Päckchen gehen. Schon am Folgetag zieht es uns weiter, wir passieren
die Friesischen Inseln und erreichen nach einer Nachtfahrt gegen
Mittag Ijmuiden/Holland. Von hier aus ist es leicht, per Bus und
Bahn nach Amsterdam zu reisen.

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Trickreiche Marinaeinfahrt und ein herrlicher Ausflug
16.07.-19.07.2025 Ähnlich schön wird es in Blankenberge/Belgien,
welches wir nach langer Tour nachts erreichen. Die Marinaanfahrt
scheint fast ein Wagnis, sie geht durch einen ausgebaggerten Kanal,
der zwei Stunden vor Ebbe gerade noch für uns passierbar ist. Ein
wenig mulmig wird uns schon. Mit großem Respekt bewegen wir uns
langsam und vorsichtig weiter, stellen dann erleichtert fest, dass
die Wassertiefe genügt. Hier kann man unter freundlichen und
hilfsbereiten Menschen nicht nur baden, bummeln und einkaufen, auf
den Markt gehen und Päckchen versenden, sondern auch auf schönen
Radwegen nach Brügge fahren. Und so genießen wir in Gedenken an den
04.08.1989 einen Stadtbummel in dieser wunderschönen, wuseligen,
geschichtsträchtigen Stadt, dem Venedig des Nordens. (Hier erhielt
hier Thomas, gerade auf Konzertreise mit dem Kammerchor der HFM
Weimar, vor fast 36 Jahren ein Telegramm aus DDR – Deutschland mit
der frohen Nachricht, dass unser Sohn Johannes gesund zur Welt
gekommen war :-).

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Das Tor zum Ärmelkanal
20.07. – 23.07. 2025 Auf nach Calais! Wir lernen die erste Marina
mit Wartebojen und Lock kennen, verlegen uns nach einer Nacht direkt
neben dem lauten Rummel in die hinterste Ecke der riesigen
freundlichen Marina, staunen über die Schönheit der Stadt und der
Strände. Keine Frage, dies ist eine Urlaubsgegend, in der man viel
erleben kann.

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Schon wieder Bilgenalarm
23.07.2025 Mit Freude auf gute Segelbedingungen gehen wir den
nächsten Törn an und diesmal schalten wir auch die Alarmsensoren für
die Bilge ein. Aber alles kommt anders als geplant. Auf Höhe der
Kreidefelsen vor Calais müssen wir umkehren, weil uns schon wieder
der Bilgenalarm aufschreckt und dieses Mal läuft Salzwasser in die
Bilge. Hinzu kommt, dass die Bilgenpumpe nicht arbeitet und
wahrscheinlich verstopft ist. Thomas rödelt mit einer Ersatzpumpe im
Boot herum, ich segele bei leichten Bedingungen. Als klar ist, dass
wir den Motor wieder anschalten können, kehren wir schweren Herzens
um, weil wir die Ursache des Wassereintritts nicht kennen. An der
Warteboje harren wir bis zur nächsten Brückenöffnung des
Folgemorgens aus und mit Hilfe des freundlichen Hafenmeisters
gelingt es, einen Mechaniker anzufordern. Dieser hilft uns bei drei
Motorproblemen, aber die Ursache für den Salzwassereintritt ist noch
nicht geklärt, es bleibt spannend.

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Warten auf das nächste Wetterfenster
24.07. – 27.07.2025 Wir warten auf ein neues günstiges Zeitfenster,
um nach Cherbourg segeln zu können und haben etwas Zeit für
Bootsarbeit und Stadttouren. So lernen wir den Drachen von Calais
kennen und speisen in einem Restaurant direkt am Strand fürstlich.
Immer wieder staunen wir über den Tidenhub. Und uns wird warm ums
Herz, weil die Franzosen uns freundlich, höflich und hilfsbereit
begegnen.

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Galerie

Abschied von Wolgast - Unsere Reise beginnt

Marina Cuxhaven - Unser erster Gezeitenhafen

Thomas und Ines an der Kugelbake

Life is grat in Amsterdam

Segeln auf der Ostsee bei ruhiger See

Unvergessliche Begegnung mit Walen

Ines hisst die TO FLagge

Unvergessliche Begegnung mit Walen

Unvergessliche Begegnung mit Walen
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