Im Zick Zack nach Hause

Badehäuser
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Cuxhaven im anderen Gewand

Zeitig starten wir auf Norderney und fahren der aufgehenden Sonne entgegen. Die See ist meistens spiegelglatt und wirkt fast ölig. Im Laufe des Tages setzt sich dann doch die Sonne durch und bei strahlendstem Sonnenschein kommen wir in Cuxhaven an. Schnell satteln wir die Räder und begeben uns zur Kugelbake. Unser Foto vom vergangenen Jahr soll ein „Geschwisterkind“ bekommen. Wir radeln an zahlreichen Strandkörben vorbei, die heute alle besetzt sind, denn am Elbestrand genießt man nun das Sommerwetter. Später auf unseren Wegen durch die Stadt werden wir mit Blütenpracht und satten Sommerdüften verwöhnt. Ganz im Gegensatz zum vergangenen Jahr lernen wir Cuxhaven nun von seiner fröhlichen, unbeschwerten Seite kennen, gehen abends Pizza essen (Danke für den Tipp, liebe Michaela.) und machen uns startklar für den NOK.

Durch den Nord-Ostsee-Kanal

Gegen Mittag passt die Strömung und wir fahren auf der Elbe Richtung „Alte Schleuse“, haben Glück und erwischen ohne Verzögerung sofort eine Runde für Sportboote. Alles geht gut, hatten wir uns doch eingeprägt: Nicht Springen, gemeinsam mit anderen Bootsbesatzungen kooperieren, alles in Ruhe machen. Bei diesem Traumwetter ist das überhaupt kein Problem. Problematisch erscheinen uns allerdings die Schleusenanlagen, die sehr rostig und marode ihren Dienst tun müssen.

Wir wissen, dass in der kommenden Nacht Gewitter aufkziehen sollen und haben uns einen Ankerplatz gesucht, der noch gut zu erreichen ist, bevor das Wetter umschlägt. So werfen wir abends den Anker in einem kleinen Seitenarm des NOK, geben ordentlich Kette, beobachten die Badenden am Strand, schauen den anderen Booten beim Anlegen an den Dalben zu und lassen uns auch nachts nicht aus der Ruhe bringen, als die Sturmwalze über uns rollt. Die elektronische Ankerwache funktioniert zuverlässig. Das Gewitter hat sich schon weiter westlich ordentlich ausgetobt, wir bleiben von gewaltigen Entladungen verschont, hören das dunkle Grollen nur aus der Ferne.

Büdelsdorf

Nach Büdelsdorf wollen wir unbedingt noch einmal, denn der Yachtclub hat uns im vergangenen Jahr freundlichst aufgenommen und wir spekulieren auf einen erneuten Besuch der NordArt. Während der Fahrt durch den NOK werden wir an einer Weiche per Blinksignal gestoppt, weil uns ein großer Schleppverband entgegen kommt. Das Festmachen an einem der riesigen Dalben wird schwierig. Auch staut sich der Verkehr und neben uns bleiben bedrohlich nah Dickschiffe stehen, das fühlt sich nicht gut an. Beim Werfen der Leine über einen Festmacher stürze ich beinahe ins Wasser. Das war kein Meisterstück, und gefährlich war es noch dazu.

In Büdelsdorf klappt dann aber alles wie am Schnürchen. Wir hatten am Vorabend telefonisch einen Platz reservieren können und legen das erste Mal seit längerer Zeit wieder mit Heckdalben an.

Noch einmal NordArt

Was für eine Freude, dass wir auch in diesem Jahr die beeindruckende Ausstellung moderner zeitgenössischer Kunst besuchen können. Da die meisten Exponate nur eine Saison zu sehen sind, erwarten wir viel Neues.

Besonders schön wird dieser Tag, weil Thomas’ Nichte Miriam aus Kiel zu Besuch kommt.

Wir treffen uns bereits am Morgen direkt vorm Ausstellungsgelände. In diesem Jahr liegt der Länderschwerpunkt auf dem Baltikum, China und der Mongolei. Begeistert bestaunen wir die zum Teil riesigen Gemälde, Skulpturen, Installationen und Videokunst. Dabei sind die verwendeten Stile und Materialien äußerst unterschiedlich und vieldeutig. Oft gibt es Bezüge zu alter Symbolik, aber immer spürt man die Spannungen einer sich ständig verändernden und instabilen Welt, der die Künstler sowohl mit Leichtigkeit, Experimentierfreude und Verspieltheit als auch mit tiefer Betrübnis und Trauer, Anklage oder mit aufbegehrender Kraft Ausdruck verleihen. So mischen sich Surreales und Reales, Grenzen werden ausgelotet und verschoben und die Kreativität und das Einfühlungsvermögen der Betrachtenden werden nachhaltig angeregt.

Diese zutiefst beeindruckende Industrie- und Parklandschaft mit über 1000 Werken von rund 200 Künstlern würde uns natürlich tagelang zum Verweilen und Erkunden beschäftigen können, wir bleiben nur für einen ausgedehnten Vormittag, denn wir wollen Miri mit Frodo bekannt machen.

Entspannung an Deck

Den Nachmittag und Abend verbringen wir an Deck, lassen uns Zeit zum Beobachten des Büdelsdorfer Sommerlebens, plaudern mit unserem ersten lieben Familiengast nach der Rückkehr in Deutschland, lauschen den vielen zwitschernden Vögeln, beobachten die Badenden und Boote, die auf einem Nachbarboot brütende Entenfamilie, hören die wohltönenden Abendglocken von Rendsburg und sehen, wie das satte Grün der Parklandschaft ringsum nach und nach in goldenes Licht getaucht wird. Drüben am Ufer spielen zwei weißbekleidete Mädchen und springen durchs Gras. Die „Kulisse“ wirkt wie ein Gemälde von Monet.

Was für ein Kontrast zum kalten Dauerregen des Vorjahres!

Nach Kiel!

Gerade läuft die „Kieler Woche“, deshalb erwarten wir sowohl an der Schleuse in die Kieler Förde als auch in den Marinas Hochbetrieb. Das ruhige Wetter erlaubt uns aber einen Ankerstopp bei Holtenau, den Thomas bei der Recherche entdeckt hat.

Die „meistbefahrene Schifffahrtsstraße der Welt“, der NOK, wirkt auf uns heute wieder beschaulich, trotz der vielen Dickschiffe. Man kann sich hier gut einen bequemen Radurlaub vorstellen. Es gibt 16 Fähren zum Übersetzen und viele idyllisch gelegene kleine Ausflugslokale. Zeltplätze und Ferienhäuser säumen oft den dicht begrünten Wasserrand. Neben der starken industriellen Nutzung des Gewässers gibt es gerade jetzt im Sommer herrliche Urlaubsplätzchen. Offenbar kommen die Angler auch auf ihre Kosten, denn man sieht sie häufig und zahlreich. Die reichhaltige Vogelwelt gedeiht sichtbar und hörbar prächtig. Wir tuckern also weiter durch beschauliche Landschaft, passieren die weltberühmte Rendsburger Hochbrücke mit der imposanten Schwebefähre, dann vorbei an Werften und Örtchen bis zum Wartesteg des NOK für Sportboote. Laut Vorhersage rechnen wir mit bis zu 8 Stunden Wartezeit. Mit uns legen auch Segler aus Australien an. Der Skipper reist mit wechselnden Crews um die Welt. Gerade sind australische Mitfahrer an Bord, die während der Kieler Woche die Regatta beobachten wollen, an der ihre Tochter teilnimmt. Die Welt ist ein Dorf!

Sehr zu unserer Überraschung bekommen wir nach nur wenigen Warteminuten ein OK für das Schleusen und machen uns mir etlichen anderen Sportbooten sofort auf den Weg. Wieder meistern wir problemlos die Schleusenhürde und schon sind wir in der Kieler Förde. Drüben an Backbord sehen wir bald wunderbare, alte Traditionsschiffe und den berühmten Leuchtturm bei Holtenau. In einer sehr geeigneten Ankerbucht vorm Sporthafen Stickenhörn finden wir ein Plätzchen neben vielen Ankerliegern.

Interessante Wanderung mit Anlandungshindernissen

Wir machen Gandalf startklar, lassen die Klappräder aber in der Vorpiek, denn unser Plan sieht eine Nachmittagswanderung zum Leuchtturm Holtenau vor.

Das Anlanden aber wird dann doch zu einem Problem, was uns sehr nachdenklich stimmt. Zuerst erreichen wir einen Steg gleich an der Ostseite der Bucht. Gerade wollen wir aussteigen, da ruft uns ein Mensch mit böser Stimme entgegen: „Das ist hier aber nicht erlaubt, hier ist Anlegen verboten! Privatbesitz!“ Thomas versucht den aufgebrachten Herrn mit freundlichen Worten ruhig davon zu überzeugen, dass das Beiboot hier doch gar nicht stören kann, wo wir es festbinden wollen. Mir entschlüpft ein: „Herzlich willkommen in Deutschland!“ Der Herr bleibt unverändert aufgebracht und „verwünscht“ uns in die Bezahlmarina an den Bezahlbeibootsteg. Wir ziehen ernüchtert ob dieser deutschen aggressiven Unfreundlichkeit weiter zur nächsten kleinen Privatmarina, wo wir Gandalf nach Nachfrage bei einem sehr netten Bootseigner festbinden dürfen. Allerdings werden wir bei der Rückkehr einige Stunden später wieder von einem sehr aufgebrachten Menschen beschimpft. Einerseits können wir die Dauerlieger irgendwie verstehen, sie zahlen oft nicht zu knapp für ihren Liegeplatz und dann kommen da so ein paar „Ankerer“ und vertäuen ihre Beiboote manchmal störend an den (hier sehr maroden) Anlagen. Andererseits fragen wir uns, wo Seemannschaft, Gelassenheit und Großzügigkeit geblieben sind. Erinnerungen an Olhao werden wach. Immerhin ist Gandalf in Kiel nicht „abgeschleppt“ worden, aber die sogenannte „Freiheit“ der Langzeitsegler mit ihrem Drang zum freien Ankern lässt sich offenbar auch in Kiel weniger mit den Interessen der Ortsansässigen verbinden. Und diese zwei deutschen Dauerlieger haben spürbar kein Herz für die Seenomaden und reagieren wie der durchschnittliche deutsche Wutbürger. Was sie dazu gebracht haben mag?

Unser Wanderweg führt uns zunächst an dicht befahrenen Straßen entlang. An den Verkehrslärm und das Tempo müssen wir uns erst einmal wieder gewöhnen. Im Waldgebiet rund um den alten Flugplatz werden offensichtlich viele Geflüchtete in ehemaligen Kasernengebäuden untergebracht. Vor den Wohnstätten hängt Wäsche zum Trocknen, auf den Autoparkplätzen stehen Fahrzeuge aller möglicher Marken und verschiedenster Preisklassen. Viele Radelnde sind oft russisch oder ukrainisch sprechend unterwegs. Es ist brütend heiß, so meiden wir den wenig beschatteten Strandweg und laufen weiter am Waldrand.

Plötzlich wechselt die Umgebung schlagartig. Wir betreten ein Neubaugebiet der gehobenen Klasse mit Eigentumswohnungen am Wasser, umzäunten Parkplätzen und gepflegten Rasenflächen. Der Kontrast zu den zuvor gesehenen Bauten könnte kaum größer sein. Zwischen den Betongebilden kommt man nicht mehr zum Wasser hinunter, obwohl unsere Wanderapp dies behauptet, die Absperrungen müssen also relativ neu sein. Weiter hinten dann finden wir uns zum sehr schönen alten Leuchtturm mit anschließender Kaimauer und hübschen Gebäuden. Lange betrachten wir die tollen alten Segelschiffe, die gerade festgemacht haben. Sie kamen aus England, den Niederlanden und aus Greifswald hier her, um im Rahmen der Kieler Woche Touren anzubieten.

Das deutsche Bioeis schmeckt vorzüglich, in den kleinen Lädchen liegen teure Designartikel aus, die schlendernden Urlauber wirken entspannt. Ein sehr schönes altes restauriertes Strandbad erinnert an florierende vergangene Zeiten und wird offensichtlich rege von fleißigen älteren Schwimmern genutzt, die gemächlich ihre Bahnen ziehen. Neben uns ragen wieder die dicken, kalten Mauern der neu Zugezogenen auf.

Auf unserem Rückweg entdecken wir, dass es keine Abkürzung direkt am Wasser entlang gibt. Wir sind wieder in einem Land mit hohen Mauern, Zäunen und Absperrungen angekommen.

Liebes Kiel, wir kommen sicher wieder, um uns noch umfassender in dir zu bewegen und uns ein stimmiges Bild von dir zu machen, aber dieses Mal wollen wir doch schnell weiter zu einer Inselwelt, in die sich garantiert auch viele Kieler „flüchten“, wenn sie mit ihrem Boot einen Ausflug machen.

Noch einmal Paradies

Wir lassen uns hinreißen zu einem „Umweg“ der Extraklasse, denn die sogenannte „Dänische Südsee“ ist so nah und das vorausgesagte heiße Sommerwetter so günstig, dass wir uns einen Abstecher zu diesem Segelparadies gönnen. Gemütlich starten wir nach dem Frühstück. Weder Gezeiten noch starke Strömungen bestimmen von nun an unsere Törns. Die erste dänische Insel, die wir ansteuern wollen, heißt Ærø. Gegen Mittag hissen wir die dänische Gastlandflagge. Bald geht es durch sehr flache aber gut betonnte Gewässer. So segeln wir an Marstal vorbei um eine kleine Landspitze und werfen den Anker in einer malerischen Bucht mit Blick auf die niedlichen, bunten Badehäuser die so typisch sind für die Dänische Südsee.

Die einfache und feine dänische Urlaubsart

In der Bucht vor Ærøskøbing ist viel Platz und es wird zum Land hin sehr flach. Wir können mit Gandalf bequem übersetzen, bestaunen das kleine aber feine Hauptörtchen mit seinen gepflegten, bunten und einladenden Fassaden, den vielen kleinen Lädchen und Restaurants. An jeder Ecke finden sich niedliche blumenumrankte Details und trotz der Fülle der Eindrücke und Blicke fühlt man sich geborgen und entspannt. So geruhsam wie das Städtchen selbst bewegen sich die Urlauber und Einheimischen mit Bedacht durch die Straßen und Gassen. Auch wenn Fähren häufig ein- und auslaufen gibt es wenig „Betrieb“. Die Pflege der Langsamkeit findet wohl auch Ausdruck in den auffällig häufig zu sehenden Oldtimern, die hier über das Kopfsteinpflaster tuckern. In der kleinen Marina finden nur wenige Sportboote Platz, aber alles rundum ist auf Urlauber eingestellt, ohne aufdringlich oder kitschig zu sein.

Es ergibt sich, dass wir bald wieder auf für uns nunmehr Bekannte treffen, denn auch die MicMac hat den Weg hierher eingeschlagen und so haben wir abends Zeit für angeregte Gespräche und erfrischenden Erfahrungsaustausch. Wie schön!

Und freitags ins Konzert!

Bei den vielen Aushängen in der Stadt entdecken wir die Ankündigung eines Nachmittagskonzertes in der nicht zu weit entfernten Kirche Tranderup. So machen wir uns mit Gandalf auf den Weg, landen in der Nähe des Ortes an einem Badesteg an, laufen durch blühende, grünende und reifende hügelige Landschaft vorbei an hübsch hergerichteten Ferienhäusern aller Größen und Ausstattungen, die sich unaufdringlich in die Umgebung einschmiegen.

In Tranderup haben wir noch etwas Zeit, um im Dorf ein paar Eindrücke zu sammeln, so schauen wir in einer Art „Tante Emma Laden“ die Auslagen an. Hier gibt es Gebrauchtes und Neues, Kulinarisches und Handgefertigtes zur Selbstbedienung mit Appbezahlung. Erstaunlich.

Dann, oben auf dem schattigen Friedhof neben der alten Dorfkirche, betrachten wir die Inschriften der Gräber.

Vor dem Kirchengut steht ein blitzender roter Oldtimer, herrlich detailreich „restauriert“.

Von Drinnen hörte man vorhin schon die Klänge eines Gitarrenduos beim Proben, jetzt ist es so weit, wir dürfen die kühlende altehrwürdige Kirche betreten.

In kleinem Zuhörerkreise erleben wir ein wunderbares Konzert „vom Feinsten“. Wer hätte das gedacht? An einem sommerheißen Urlaubstag spielen die beiden jungen Profigitarristen interessante und vielseitige Arrangements und Kompositionen. Alle Konzertbeiträge gefallen uns außerordentlich gut. Keine Frage, die Beiden sind Meister ihrer Instrumente und perfekt aufeinander eingespielt.

Leider verstehen wir ihre Ansagen nicht, aber es gibt einen Programmzettel und wir werden mitgenommen in das Reich der Musizierfreude und des Hörgenusses.

An einem Sommernachmittag auf einer Insel in Dänemark. Alles ist stimmig, alles stimmt. Wir sind dankbar!

Erstaunt nehmen wir zur Kenntnis, dass für das Konzert weder Eintritt noch eine Spende erhoben oder erbeten werden. Den Hintergrund dafür haben wir nicht in Erfahrung bringen können, aber dass es sich um eine übliche Tradition handeln muss, nehmen wir wahr, denn die beiden Künstler verabschieden sich mit dem Hinweis auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr.

Auf dem Weg zurück schweift unser Blick über die Bucht. Weit entfernt liegt auch Frodo.

Unten am Steg treffen wir auf friedlich badende Familien, die mehr im kühlenden Nass stehen als schwimmen. Das scheint auch so eine Art dänische Tradition zu sein. Ruhig im Wasser stehend plaudern die Menschen entspannt und ausdauernd.

Starkwind im Anmarsch

Da für den späten Nachmittag und die Nacht Gewitter und Starkwind voraus gesagt sind und wir dennoch auf eine Nacht spekulieren, in der wir schlafen können, verlegen wir uns nach Marstal und reisen in den Vormittagsstunden an, um einen der begehrten Plätze zu ergattern. Das gelingt dann auch mühelos und wir können die Gewitterfronten sicher über uns hinweg ziehen lassen. Von Marstal selbst bekommen wir bei diesem Wetter allerdings wenig zu sehen. Schon am Folgemorgen geht es weiter auf eine andere Insel, nach Langeland.

Stippvisite beim Bagenkop Havn

Gleiches Problem, ähnliche Lösung. Wir starten so rechtzeitig, dass wir in Bagenkop möglichst früh genug ankommen, um einen Liegeplatz zu finden, denn diese Urlaubermarina liegt „strategisch“ für alle Segelreisenden so günstig, dass es sehr voll werden kann.

Eng geht es außerdem zu und so sind wir froh, längsseits ein geeignetes Plätzchen zu finden. Der Nachmittag bringt uns herrlichstes Badewetter, deshalb begeben wir uns schnell an den nahen Strand und tun es den Einheimischen gleich: Langsam den Steg entlang schreiten, geruhsam ins kühlende Nass steigen und dann ruhig wenig schwimmend länger ausharren.

Ab- und Anlegen mit Hindernissen

Heute in aller Frühe machen wir uns auf zur letzten Station in Dänemark. Gedser ist und bleibt ein günstiger Zwischenstopp, auch wenn sich mit diesem Ort mehrere unschöne Begebenheiten in unsere Seglergedächtnisse eingegraben haben.

Aber hoppla, Unverhofft kommt oft! Denn auch das Ablegen in Bagenkop wird zum Miniabenteuer, weil eine Festmacherleine sich an einem Poller selbst beklemmt und wir nur mit Mühe und großem Skippergeschick loskommen. Das ist noch einmal gut gegangen!

In Gedser bläst wieder einmal pünktlich zum Anlegen ordentlich Wind, den hätten wir eigentlich für die Überfahrt unter Segeln gebraucht. Zum Glück kommt er nicht aus einer völlig ungünstigen Richtung. Auch finden wir noch eine Lücke längsseits, aber ohne nachbarliche Hilfe wäre ein Festmachen noch schwieriger geworden, weil die Steganlagen aus Holz ein Durchfädeln der Festmacherleinen erzwingen, was zum echten Problem werden kann. Wir jedenfalls sind heilfroh, dass wir dieses Mal ohne Schrammen und Hektik anlegen können. Das ist also auch gut gegangen!

Beim abendlichen Spaziergang entdecken wir witzige hintersinnige Gestaltungsdetails rund um die Marina. Endlich finden wir Gedser netter als erwartet. Fein.

Damit schließt sich ein Kreis hier in dieser Marina. Sie war unser erster Anlaufpunkt im Ausland am Beginn unseres Segeljahres, sie ist der letzte Stopp außerhalb Deutschlands auf unserer „großen Fahrt“. Und weil einige Witzbolde dafür gesorgt haben, sind wir sogar bis Miami Beach und Key West gekommen...

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